Nach mehr als acht Jahren Planung und Realisierung hat Anfang September die Kulturraffinerie K714 in Monheim am Rhein eröffnet. Wo vor mehr als 100 Jahren Mineralöl verarbeitet und verladen wurde, ist heute eines der außergewöhnlichsten neuen Kultur- und Veranstaltungshäuser der Region entstanden.
Die Architektur von bez+kock architekten verbindet das denkmalgeschützte Gebäude mit einem neuen, weithin sichtbaren Veranstaltungskubus. Herzstück ist der hochflexible Große Saal: Rund 50 unterschiedliche Bühnen- und Bestuhlungsszenarien ermöglichen Veranstaltungen vom Symphoniekonzert über Theater und Kongress bis hin zu Rock, Pop und Großveranstaltungen mit mehreren tausend Gästen.
Die besondere Herausforderung lag nicht allein in der Akustik, sondern in der Abstimmung zahlreicher Nutzungen und technischer Systeme in einem hochflexiblen Haus. Unser interdisziplinäres Team verantwortete die bauphysikalische Gesamtberatung einschließlich Bau- und Raumakustik sowie die audiovisuelle Systemplanung. So konnten die Anforderungen an Raum, Technik und Nutzung frühzeitig aufeinander abgestimmt werden.
Seine erste große Klangprobe bekam der Saal gleich auf höchstem Niveau: Das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam eröffnete ihn gemeinsam mit Pianist Víkingur Ólafsson unter der Leitung von Santtu-Matias Rouvali. Es folgten ein mehrtägiges Grand Opening mit dem Kyiv Symphony Orchestra, Schauspiel, Tanz und Inszenierungen sowie zum Abschluss der Eröffnungswoche das einzige Deutschlandkonzert von Emmylou Harris auf ihrer finalen Europatournee.
Wir bedanken uns herzlich für die Zusammenarbeit im Projektteam und gratulieren den Monheimer Kulturwerken, bez+kock architekten sowie allen Beteiligten zu diesem bemerkenswerten Kulturort.


