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Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Objekttyp
Stadthallen & Kongress

Bauherr
KBB | Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, Berlin

Architekten
DFZ Architekten GmbH, Hamburg

Fertigstellung
2017

Expertisen
Raumakustik
Bauakustik

Die ehemalige Kongresshalle im Tiergarten, 1956 – 57 als amerikanischer Beitrag zur Internationalen Bauausstellung erbaut, gilt als eine Westberliner Ikone der Nachkriegsmoderne und wurde bereits kurz nach Fertigstellung unter Denkmalschutz gestellt. Nach der Wiedervereinigung wurde die im Berliner Volksmund genannte „Schwangere Auster“ zum „Haus der Kulturen der Welt“. 2006 erfolgte eine Grundinstandsetzung, die jetzt als weiterführende 2. Teilinstandsetzung und Modernisierung abgeschlossen wurde.

Einen Schwerpunkt der Modernisierungsmaßnahmen stellte die Erhöhung der akustischen Qualität des Auditoriums dar. Aufgrund des breit gefächerten Nutzungsprofils, von Konzertveranstaltungen unterschiedlichster Musikrichtungen bis hin zu Veranstaltungen mit Sprachübertragungen, waren sehr hohe raumakustische Anforderungen an den 11.300 m² großen Saal mit 1047 Zuhörerplätzen zu berücksichtigen. Umfangreiche Bestandsmessungen zeigten einerseits zu lange Nachhallzeiten, andererseits ungünstige Schallreflexionen, die keine optimalen akustischen Bedingungen darstellten. In enger Zusammenarbeit mit den Objektplanern wurden effektive, zudem größtenteils unsichtbar integrierte Maßnahmen entwickelt, um den strengen Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Hierzu zählt z. B. der gezielte Einbau von Absorbern und Diffusoren hinter den lamellenartigen Wandverkleidungen. Darüber hinaus stand Müller-BBM Building Solutions bei der Planung des Beschallungskonzeptes beratend zur Seite. Die Wiedereröffnung des Auditoriums im Februar 2017 war ein voller Erfolg; Betreibende und Nutzende sind mit der erheblich verbesserten Raumakustik sehr zufrieden.

Bildrechte
1 Louis Geerken
2 Louis Geerken
3 Louis Geerken

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