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Ausweichspielstätte Tonhalle Maag, Zürich

Objekttyp
Konzerthäuser

Bauherr
Tonhalle-Gesellschaft Zürich

Architekten
Spillmann Echsle Architekten AG, Zürich

Fertigstellung
2017

Expertisen
Raumakustik
Bauakustik
Akustische Prüfstände
Audiovisuelle Systemplanung

Mit Saisonbeginn am 27. September 2017 wechselte das Zürcher Tonhalle-Orchester für drei Jahre in die Tonhalle Maag auf dem Gelände der ehemaligen Zahnradfabrik Maag in Zürich West. Dort wurde ein Konzertsaal in die bisherige Eventhalle integriert. Dieser Saal soll für die gesamte Umbauzeit der weltweit für ihre gute Akustik geschätzten Tonhalle als hochwertige Ausweichspielstätte dienen. Der gesamte Um- und Einbau erfolgte in nur zehn Monaten. Dabei wurde das Budget von insgesamt zehn Millionen Franken eingehalten, sechs Millionen Franken davon flossen in den Konzertsaal.

Die Ausweichspielstätte ist ein klassischer Rechtecksaal, der in die bestehende Halle eingepasst wurde. Hinsichtlich der akustischen Maßnahmen wie auch bezüglich der Raumplanung ergaben sich daraus besondere Herausforderungen: Beispielsweise wurden viele rechte Winkel im Saal mithilfe von diffus schallreflektierenden Wandpaneelen aufgelöst. Als Material für die Wand- und Deckengestaltung wurde Fichtenholz verwendet, für den Boden kam Eichenholz zum Einsatz. Die Deckenelemente sind filigran und diffus gegliedert. Insgesamt 70 von der Decke abgehängte Holzpaneele verteilen den Schall gleichmäßig im Saal. Allein 24 davon hängen über dem Podium, sind leicht konvex geformt und lassen sich flexibel einstellen. Zusätzlich ist das elektronische Raumakustik-System Vivace der Firma MBBM Acoustic Solutions GmbH installiert. Damit ist der Klang für unterschiedliche Veranstaltungsvarianten feinjustierbar. Der Konzertsaal bietet Platz für 1224 mobile, mit Samt bezogene Sitze: 784 im Parkett und 440 auf der Galerie. Zur Minimierung der Lautstärke der Lüftung sind über zwei Millionen Löcher im Boden konisch zulaufend ausgeführt. Eine hochschalldämmende Trennwand schützt den Konzertsaal akustisch vom angrenzenden Eventbereich.

Bildrechte
1 Hannes Henz, Zürich für Spillmann Echsle Architekten AG, Zurich
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