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Jobcenter und Dachgewächshaus, Oberhausen

Objekttyp
Bürogebäude

Bauherr
OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH, Oberhausen Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Oberhausen

Architekten
Kuehn Malvezzi, Berlin

Fertigstellung
2019

Expertisen
Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Schallimmissionsschutz
Raumakustik

Am Altmarkt der Ruhrgebietsstadt entstand ein Hybridbau aus Jobcenter und Dachgewächshaus, ein vom Bund gefördertes Pilotprojekt für eine lokale Lebensmittelproduktion. In dem Neubau sind im Erdgeschoss ein Empfangsbereich mit Wartezone, Plätze zur Kundenbetreuung sowie ein Café untergebracht. Die vier Obergeschosse dienen vor allem der Verwaltung des Jobcenters. Unter Einbeziehung der Gebäudefassade verbindet ein vertikaler Garten die Regelgeschosse mit dengläsernen Dachaufbauten.

Die Integration eines Dachgewächshauses auf einem Verwaltungsgebäude stellt einen besonderen Gebäudetypus dar. Sowohl den Bauherren wie den Nutzern war es wichtig, die klimatischen Synergieeffekte nutzbar zu machen. Deshalb stehen die klimatischen Wechselwirkungen beim wärmeschutztechnischen Energiekonzept im Vordergrund. Die Nutzung der Gebäudeabwärme für die Beheizung des Gewächshauses wirkt sich effektiv in der Energiebilanz aus, nebenbei fördert die CO2-angereicherte Luft das Wachstum der Pflanzen. Anhand thermischer Simu-lationen wurde das Gewächshaus bezüglich der Durchlüftung bei Aufheizung im Sommer näher betrachtet. Eine adiabatische Kühlung sowie ein geeigneter hinterlüfteter Sonnenschutz unterhalb des Glasdaches gewährleisten ein optimiertes Klima. Zur Sicherstellung einer gewünschten raumakustischen Behaglichkeit in kundenrelevanten Bereichen des Jobcenters wurden eigens für das Objekt schallabsorbierende gelochte Trapezblechprofile an der Deckenuntersicht entwickelt.

Bildrechte
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