Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne, Glashütte
Objekttyp
Produktion
Bauherr
A. Lange & Söhne Manufaktur, Glashütte
Architekten
jessen + vollenweider Architektur, Basel
Fertigstellung
2015
Expertisen
Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Schallimmissionsschutz
Baudynamik
Das neue Manufakturgebäude der A. Lange & Söhne in Glashütte wurde bei seiner Einweihung 2015 ausdrücklich auch als Modellprojekt für Nachhaltigkeit und energieeffizientes Bauen hervorgehoben. Ein zentraler Baustein dieses ressourcenschonenden Energiekonzepts ist die größte Geothermieanlage Sachsens mit insgesamt 55 Erdwärmesonden, die sowohl zur Beheizung als auch zur Kühlung des Gebäudes dient. Durch diese Anlage lässt sich laut Betreiberangaben der Heiz- und Kühlbedarf des Neubaus mit Erdwärme decken — wodurch der Energiebedarf gegenüber klassischen Systemen deutlich reduziert wird.Die Gliederung des Gebäudes orientiert sich an den sehr unterschiedlichen Anforderungen: Während die Uhrmacherateliers Ruhe, präzise Lichtverhältnisse und saubere Raumluft benötigen, erfordern Produktions- und Maschinenbereiche höhere technische und oft lautere Rahmenbedingungen. Bei der Planung wurde daher auf eine klare funktionale Zonierung geachtet. So sorgt die angelegte Doppelfassade — insbesondere vor den Werkstätten — für eine thermische Pufferzone gegenüber dem Außenklima und verbessert gleichzeitig den Akustikschutz gegenüber der Bahnanbindung, die unmittelbar vor dem Gebäude liegt. Analog wird in Berichten über das Gebäude eine „excellent air conditioning“ durch die Fassade erwähnt, was sowohl Klimatisierung als auch Raumluftqualität umfasst.
Bildrechte
1 Hans-Joachim Krumnow
2 Hans-Joachim Krumnow





