Schauspielhaus Staatstheater, Stuttgart
Objekttyp
Theater
Denkmäler
Bauherr
Amt für Vermögen, Stuttgart
Architekten
Klaus Roth Architekten, Berlin
Fertigstellung
2012
Expertisen
Raumakustik
Die Hauptspielstätten der Staatstheater Stuttgart wurden 1909 – 1912 von Max Littmann als Doppeltheater mit Großem Haus (heute: Opernhaus) und Kleinem Haus (heute: Schauspielhaus) erbaut. Nach der Zerstörung des Kleinen Hauses im Zweiten Weltkrieg wurde dieses 1959 bis 1962 durch einen Neubau der Stuttgarter Architekten Hans Volkart, Bert Perlia und Kurt Pläcking ersetzt. Das Gebäude mit dem unter Denkmalschutz stehenden achteckigen Zuschauerraum wurde nun einer umfangreichen Generalsanierung unterzogen mit dem Ziel, den baulichen Zustand und den technischen Ausbau des gesamten Schauspielhauses mit Bühne, Zuschauerraum, Foyers und Personalbereich räumlich neu zu optimieren und auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen.Im Zuge der Umbaumaßnahmen ist ein völlig neu gestalteter Zuschauerraum mit 630 Sitzplätzen und moderner Optik entstanden. Die im ursprünglichen Schauspielhaus sehr starke Raumbedämpfung und die damit verbundene geringe Gesamtlautstärke, insbesondere im mittleren Sitzbereich, wurden grundlegend verändert, so dass ein unkonventioneller, kompakter Zuschauerraum mit deutlich verbesserter Reihenüberhöhung entstanden ist. Akustisch optimierte Dreiecksflächen mit außergewöhnlicher Optik werden zur gezielten Schalllenkung und Schallabsorption eingesetzt, um mit energiereichen Reflexionen den Lautstärkeeindruck wesentlich zu erhöhen. In Verbindung mit der sehr guten Direktschallversorgung der Zuschauenden ist ein Raum mit exzellenter Sprachverständlichkeit für Theater- und Schauspielaufführungen entstanden. Die Nachhallzeit, ein Maß für das Nachklingen des Raumes, konnte auf Idealwerte für Sprache angehoben werden.
Bildrechte
1 Brigida González
2 Brigida González
3 Brigida González
4 Brigida González







